Vom Sommelier zum Unternehmer: So läuft Weinhandel wirklich
Shownotes
Heute im Gespräch: Maximilian Zankl
Das Unternehmen: Zankls Weine
Dort verkauft er: Exklusive Weine aus europäischen Weingütern
www.zankls-weine.com/
Maximilian, Gründer von Zankls Weine, erzählt unter anderem:
Wie er vom Gastronomie-Lehrling zum Unternehmer im Weinhandel wurde.
Warum Qualität für ihn immer an erster Stelle steht.
Wie aus ein paar Paletten in einer Garage ein wachsendes Unternehmen entstand.
Welche Herausforderungen Finanzierung und Wachstum im Handel mit sich bringen.
Warum ein „positiver Knall“ und Durchhaltevermögen entscheidend für den Erfolg sind.
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00:00:00: Was braucht es, um aus einer Garage heraus ein Unternehmen aufzubauen?
00:00:03: In einer Branche, in der du zuerst zahlen musst,
00:00:05: bevor du überhaupt verkaufen kannst?
00:00:07: Genau darüber sprechen wir heute mit Maximilian Zankl.
00:00:10: Ihn einfach machen. Der Gründungspodcast.
00:00:13: Schon als Lehrling in der Gastronomie hat Max Hart gearbeitet,
00:00:17: jede Station genutzt und jeden Tag etwas Neues gelernt.
00:00:20: Genau diese Erfahrung hat ihn vorbereitet auf alles,
00:00:23: was später kam, Außer ein paar ersten Paletten Wein und viel Überzeugungsarbeit,
00:00:28: ist Schritt für Schritt ein wachsendes Unternehmen entstanden.
00:00:31: Über allem stand immer dieselbe Frage Passt die Qualität und gibt es überhaupt Menschen,
00:00:35: die dieses Produkt auch kaufen?
00:00:37: Die Qualität muss passen. Wenn die Qualität passt, wird es auch mittelfristig bis
00:00:40: langfristig immer gewinnen.
00:00:41: Mut, Leidenschaft, klare Entscheidungen und ein bisschen positiver Wahnsinn.
00:00:46: Also man muss ein bisschen einen Knall haben.
00:00:48: Einen positiven.
00:00:49: Max hat gezeigt Wer an Qualität glaubt.
00:00:52: Kleinstaat, der dranbleibt und Verantwortung übernimmt,
00:00:54: kann Großes erreichen.
00:00:56: In dieser Folge erfahren wir, wie man aus einer Idee Realität macht.
00:00:59: Welche Hürden und Chancen es gibt und warum Geduld,
00:01:02: Mut und der richtige Moment alles entscheiden.
00:01:05: Hier ist mein Gespräch mit Max Zankl von Zankl Weine.
00:01:10: Hallo Max, schön, dass du bei unserem Podcast dabei bist.
00:01:12: Hallo, Servus, danke, danke für die Möglichkeit und danke für die
00:01:14: Einladung. Es hat sich gut angeboten.
00:01:18: Max Ich sehe immer wieder Menschen, die so tun,
00:01:20: als sie sich beim Wein total gut auskennen.
00:01:22: Ja. Und ich denke mir dann immer, ich bin mir nicht sicher,
00:01:26: ob der sich wirklich so gut auskennt. Entlarvst du dich sofort,
00:01:29: wenn du solche Menschen siehst?
00:01:32: Vielleicht. Wahrscheinlich. Oder auch nicht. Das hängt immer davon ab. Es gibt Leute, die
00:01:36: wirken ungeschickt bei dem und kennen sich dann ganz oder sehr,
00:01:39: sehr gut aus. Und andere wirken und tun so, als wären sie die Vollprofis und haben
00:01:43: eigentlich wenig Wissen, um es höflich auszudrücken.
00:01:47: Was sind so typische Fragen, die du da bekommst als Weinhändler?
00:01:51: Ja, wie wirst du Weinhändler? Was macht man da eigentlich den ganzen Tag? Trinkst du
00:01:55: Wein? Ja, das ist so, das ist immer so eine ganz spannende Debatte.
00:01:59: Vor allem wir verkosten sehr viel. Also wir oder ich verkosten sehr, sehr viel auf
00:02:03: diversen Veranstaltungen, zum Teil bis zu 300 Weine an drei Tagen.
00:02:07: Und die Leute glauben halt auch immer, wir trinken das alles.
00:02:10: Das tun wir natürlich nicht, sondern man spuckt es aus, weil sonst,
00:02:14: Wie soll man nach zehn Wein sonst noch irgendwas bewerten?
00:02:17: Ja, das BOLD recht. Das heißt am Schluck.
00:02:20: Du spürst den Geschmack.
00:02:22: Dann kommt der sofort.
00:02:23: Aber gut ist.
00:02:25: Ja. Das riecht doch auf einmal eine Nase.
00:02:27: Du machst viel mehr Geruch. Einmal. Und dann halt für meinen Gaumen. Genau. Da gibt es
00:02:31: halt. Verkostet auf Kosten. Mehr in Fruchtaromen.
00:02:33: Ich gehe ein bisschen mehr aufs Mundgefühl, sozusagen auf die Tannine,
00:02:36: auf die Säure. Das ist alles sehr harmonisch ist.
00:02:40: Jetzt gehe ich davon aus, dass du nicht mit zwölf Jahren schon gedacht
00:02:44: Ich werde mal Weinhändler, hast hoffentlich auch noch keinen Alkohol
00:02:46: getrunken. Aber erzähl mal, wie wird man das eigentlich?
00:02:50: Weinhändler? Wann ist der Moment gekommen? Ich mache das.
00:02:53: Ja. Weinhandel ist eigentlich fast passiert.
00:02:55: Ich habe eine Lehre gemacht zum Restaurantfachmann mit 15 Jahren,
00:02:58: weil ich zum Papa gesagt ich möchte mal Barkeeper werden. Und das ist halt, wie du
00:03:01: schon gesagt hast, schwierig, mit 15 im Alkoholbereich zu arbeiten.
00:03:05: Also war die logische Folgerung, dass man eine Kellnerlehre macht,
00:03:09: zum Restaurantfachmann. Und daraus hat sich dann das Ganze entwickelt.
00:03:13: Ich habe dann diverse Stationen gemacht in der Gastronomie von einer der besten
00:03:17: Skihütten, die es gibt, in den österreichischen Alpen bis zur besten
00:03:21: deutschsprachigen Weinbar und dann auch bei der Familie Bauer.
00:03:26: Drei Jahre. Die Getränkeauswahl verantworten dürfen.
00:03:29: Und da ist das eher so mehr passiert.
00:03:31: Also ich habe viel gesehen in der Gastronomie. Ich wollte unbedingt viel sehen,
00:03:33: weil dann kann man auch von allem erzählen, weil alles alles ist ganz besonders auf ihre
00:03:37: eigene Art und Weise. Die Lehre ist ja, kann man im Wirtshaus. Also ich habe
00:03:40: wahnsinnig viel ertragen können. Da war ich auch sehr stolz damals.
00:03:44: Und der Handel ist dann passiert, weil der Sommelier war für mich schon immer
00:03:48: wichtig. Viel herumzureisen, viel in die Regionen zu fahren,
00:03:51: wo man die Weine auch herkommen.
00:03:53: Da lernt man am meisten, lernt am meisten, wenn man dorthin fährt,
00:03:55: sich dasselbe anschaut, macht einfach Sinn, wenn man das sieht,
00:03:59: vor Augen und. Dann hat sich das ergeben durch die Kontakte.
00:04:04: Einfach auch über Corona, dass gemeinsame Freunde und Winzer gesagt
00:04:09: haben Maxi, du musst unsere Weine importieren,
00:04:12: weil keiner kennt sie besser als du. Und dann bin ich mir da schon so okay,
00:04:16: wie mache ich das? Wie importiert man Weine?
00:04:20: Da braucht der Firma ganz klar man braucht eine Firma.
00:04:23: Das wollte ich aber nur so nebenbei machen, weil ich habe beim Bauer im Restaurant
00:04:27: entwerfen doch doch ausreichend zu tun gehabt,
00:04:30: um es so zu formulieren und hatte das Glück, dass mein Vater eine kleine Firma hatte,
00:04:34: aber ganz aus einer anderen Weg. Also Eventmanagement.
00:04:37: Und ich habe gefragt, ob man vielleicht die ersten Halbpaletten
00:04:40: Wein über ihn abrechnen können. Und das lief dann auch so wir haben an der Garage
00:04:45: angefangen und haben dann eine Klimaanlage in die Garage eingebaut und haben dann
00:04:50: Lagerplätze angemietet, bis wir dann zum Ersten eigenen Lager
00:04:53: gekommen sind und das jetzt verdreifacht haben und jetzt weiter Platz benötigen.
00:04:57: Jetzt sitzt du da und kannst du sehen, wie das groß geworden ist?
00:05:01: Hat er fast überall Start up Charakter gehabt. Wenn du so erzählst, die Garage, in
00:05:04: der es begonnen hat. Aber trotzdem.
00:05:06: Wie war das eigentlich, dieser Moment damals für dich auf dieser
00:05:10: Party, wo sich angesprochen haben magst?
00:05:11: Kannst du den Wein importieren?
00:05:13: Hast du dann gleich irgendwie so gedacht Das ist jetzt mein Business,
00:05:17: das wird jetzt meine Selbstständigkeit.
00:05:18: Nein, Am Anfang haben wir überlegt, So bin ich zu 100 Flaschen Wein.
00:05:21: Und denkst du, wer kauft mir 100 Flaschen Wein ab?
00:05:24: Also im Restaurant war das ja gang und gäbe, dass Leute sich was empfohlen haben von mir.
00:05:29: Aber dann, so denkt man ja.
00:05:30: Wie soll ich das verkaufen? Wer kauft mir das ab? Es hat sich ganz gut entwickelt,
00:05:34: würde ich sagen.
00:05:35: Und wie bist du dann angegangen?
00:05:37: Also war dann diese Möglichkeit gut?
00:05:40: Man macht das wirklich als Business.
00:05:42: Was bedeutet das für mich? Hast du da mal eine Liste gemacht,
00:05:45: was wir alles dazu brauchen?
00:05:47: Das Thema war Wir haben das sehr organisch wachsen lassen.
00:05:50: Es war eben das Sideprojekt am Anfang.
00:05:53: Ich habe weiterhin Vollzeit gearbeitet und somit hatten wir aber auch die Basis,
00:05:57: also die Basis, dass wir Wein hatten, dass wir Wein verkaufen konnten und bezahlten
00:06:00: Wein. Vor allem, weil wenn man Wein verkaufen will,
00:06:02: muss man ihn ja erst mal einkaufen.
00:06:04: Und zum Einkaufen braucht man Geld.
00:06:08: Und das war dann schon sehr wichtig, dass man das organisch wachsen lassen haben.
00:06:11: Und irgendwann war der Moment einfach da, wo das dann so lief,
00:06:14: dass man sagen müssen, man sollte sich darauf konzentrieren und man
00:06:19: sollte vielleicht die Gastronomie bisschen an die Seite legen und jetzt nur noch sich auf
00:06:23: den Weinhandel konzentrieren. Und das haben wir gemacht. Oder habe ich gemacht. Vor allem
00:06:27: im Jänner 22.
00:06:28: War das für dich dann aber schon so eine sehr bewusste Entscheidung, die du dann immer
00:06:32: gespürt hast? Wenn ich an dem Punkt angekommen bin,
00:06:35: dann weiß ich jetzt Gastronomie zur Seite und jetzt nur mehr Weinhandel.
00:06:40: Man muss schon ein bisschen Getriebener sein, immer gerne. Und es war dann einfach so,
00:06:44: wenn man so viel unterwegs ist auch und dann viel Arbeit hat. Irgendwann muss man sich auf
00:06:48: eines konzentrieren. Und das haben wir, habe ich gemacht und habe mich auf den Handel
00:06:50: konzentriert. Das schließt ja meine Karriere in der Gastronomie nicht komplett aus,
00:06:54: sondern das große Ziel soll schon weiterhin sein,
00:06:57: auch zum Handel, dazu, eine eigene Gastronomie dabei zu haben.
00:07:00: Was hast du damals für Emotionen gehabt, wenn du dich jetzt zurückerinnerst?
00:07:04: Waren das auch viele Ängste oder eher Euphorie?
00:07:08: Nein, es ist schon viel Respekt und Angst davor.
00:07:12: Man gibt einfach was auf. Also ich war Sommelier, sehr geschätzt in der Branche und
00:07:16: gehe jetzt als Händler dahin. Also von einer Materie, wo man eigentlich noch gar nicht so
00:07:19: viel weiß. Also der Handel ist knallhart.
00:07:22: Also das ist Arbeit. Man muss viel unterwegs sein,
00:07:25: man braucht tolle Weine. Es wird weniger getrunken,
00:07:28: es wird aber viel besser getrunken. Das heißt, du brauchst ein super Portfolio und
00:07:32: das, das kommt auch nicht von alleine.
00:07:34: Und die Kunden kommen ja auch nicht von alleine.
00:07:36: Das Selbstvertrauen, was man da, glaube ich, braucht, um wirklich sagen ich
00:07:39: gehe das an und ich mache das gut.
00:07:41: Von wem hast du das gehabt?
00:07:42: Ich glaube, das ist ein bisschen der gesunde Wahnsinn, oder? Also,
00:07:46: man muss ein bisschen einen Knall haben. Einen positiven. Den habe ich sicher.
00:07:50: Es gibt sicher auch Kollegen oder Kolleginnen, die etwas ruhiger sind,
00:07:53: besonnener und überlegter sind. Es gibt da, glaube ich,
00:07:55: nicht nur einen Weg, einen richtigen Weg, sondern viele verschiedene Wege, die zum
00:07:59: Erfolg führen. Aber ich habe sicher einen positiven Knall.
00:08:02: Genau. Also Eigenschaften.
00:08:04: Positiver Knall. Sehr zielstrebig.
00:08:06: Wie würdest du dich selbst beschreiben? Als Unternehmer?
00:08:09: Sehr ehrgeizig, sehr ehrgeizig.
00:08:11: Große Ziele stecken und doch leicht getrieben sein,
00:08:14: immer mehr und weiter machen zu wollen und Leute auch zu begeistern.
00:08:17: Das ist das Schönste eigentlich. Das war in der Gastronomie schon wunderschön, dass du
00:08:20: Leute begeistern kannst, die dann mit mitfiebern mitziehen mit dir.
00:08:25: Und das ist im Handel ja auch so, also es motiviert andere auch.
00:08:29: Anscheinend höre ich gerne.
00:08:30: Das ist ein schönes Kompliment und da braucht man sich dann gerne mal ein bisschen.
00:08:34: Wusste ich auch immer wieder Tipps von anderen Menschen. Oder hast du auch dann bei
00:08:37: der Gründung Tipps geholt?
00:08:38: Unterstützung beim Kurs für Neukunden?
00:08:40: Weil ich der einzige, der eine GmbH gegründet hat, weil wir da
00:08:43: einfach schon einen gewissen Volumen waren.
00:08:45: Da holst du jetzt nicht so viele Tipps und die waren irgendwie schon viel größer. Also
00:08:48: man muss dann einfach viele Sachen machen und ich bin sehr froh,
00:08:51: dass ich ab und zu die durch die bodenständige Energie von meinem Papa habe,
00:08:57: der dann immer einbremst und sagt mit seiner Lebenserfahrung Hey, vielleicht überdenkst du
00:09:01: das nochmal. Da bin ich sehr dankbar drüber.
00:09:03: Bei der Gründung. Wie war das bei deinem Umfeld?
00:09:06: Haben die dich da alle ermutigt dazu?
00:09:08: Oder waren das eher so Menschen vielleicht auch gesagt haben?
00:09:11: Max ich weiß, du bist ein Typ, der gerne Gas gibt,
00:09:14: aber denkt doch mal drüber nach.
00:09:18: Nein, es war viel Unterstützung da. Sicher.
00:09:20: Ich glaube, man umgibt sich auch mit Menschen. Also man sollte sich mit Menschen
00:09:23: umgeben, die dich, die dir auch gut tun.
00:09:26: Und ich habe ein tolles Umfeld mit Leuten, die mich da sehr motivieren und unterstützen,
00:09:29: die auch entweder schon gegründet haben oder viel mehr Erfahrung damit haben und schon
00:09:35: lange in der Branche sind. Und das hilft dann schon sehr.
00:09:37: Was würdest du Menschen sagen, die damals vielleicht nicht an dich geglaubt
00:09:41: haben oder wo du irgendwie schon gespürt hast Die können mir jetzt nicht?
00:09:44: Jetzt kannst du sagen Ja.
00:09:46: Sollen sie machen, wenn sie die Energie verschwenden, sich über so etwas Gedanken zu
00:09:50: machen. Aber das treibt mich ja an, oder? Also es ist schon das treibt schon an,
00:09:53: wenn Leute sagen Ja, was willst du machen?
00:09:55: Also ich weiß ganz klar, dass das Thema Lehrling damals war.
00:09:58: Auch so in der Gesellschaft ist ein schwieriges Thema.
00:10:01: Man sagt, man macht eine Lehre, aber irgendwie wird es dann trotzdem in der
00:10:04: Gesellschaft kritisch gesehen. Es wurde damals schon in der Privatschule wurde dann
00:10:07: gesagt der Schule, wo ich davor war, Der Maxi wird nur Kellner und ich finde
00:10:12: erstmal Kellner ist ein unfassbar toller Beruf. Möchte ich noch mal die Lanze brechen
00:10:16: und die Gastronomie. Aber da steht ja alles offen und du kannst dazu viel lernen und fürs
00:10:23: Leben auch ganz viel mitnehmen. Also ich würde jedem raten macht die Lehre,
00:10:26: zeigt es allen und studieren gehen ist super.
00:10:30: Wirklich ganz wichtig. Aber es ist nicht für jeden das Richtige und es gibt ganz viele
00:10:34: Wege zum Erfolg. Und in welcher Branche?
00:10:37: Ich bin total dankbar für die Aussage, weil ich muss sagen,
00:10:39: ich habe das Privileg, dass ich viele Unternehmerinnen und
00:10:41: Unternehmer kennenlernen darf beim Podcast und da höre ich schon sehr oft raus,
00:10:45: ich habe eine Lehre gemacht oder ich habe studiert und dann draufgekommen, ich mache
00:10:49: doch eine Lehre und die Lehre ist verdammt cool,
00:10:52: ist verdammt geiles auch.
00:10:53: Ja, wo du wirklich viel machen kannst und kriegt man fast selber jetzt manchmal noch
00:10:56: die Lust, da einzusteigen, noch mal was Neues zu probieren.
00:10:59: Und ich glaube auch deine Aussage das unterstützt das einfach jetzt noch mal total,
00:11:02: dass man da wirklich sozusagen das hochhalten muss,
00:11:05: wie toll eine Lehre ist und was für Möglichkeiten die dir noch bietet.
00:11:08: Ja, und wenn du als junger Mensch auch weißt,
00:11:09: was du machen möchtest, das ist was Tolles.
00:11:11: Also das Wissen ist ja ganz schwierig, dass viele Leute, junge Leute auch nicht
00:11:15: wissen, was sie machen wollen und dann möchten die eine Lehre machen Das ist ja
00:11:17: fantastisch und du machst ja nichts falsch damit.
00:11:19: Du hast immer eine super Ausbildung in Österreich. Die Lehre ist wahnsinnig viel
00:11:23: wert. Ich kann nur für die Gastronomie sprechen.
00:11:25: Extrem im Ausland angesehen Und ja, da stehen dir alle Möglichkeiten offen.
00:11:32: Go for it sozusagen.
00:11:33: Ja, voll machen du.
00:11:35: Wenn du jetzt auch so ein bisschen zurückblickst. Noch was war der härteste
00:11:37: Moment für dich in diesem ganzen Gründungsprozess?
00:11:41: Ich glaube, das ist immer noch so, auch als junges Unternehmen. Die Liquidität
00:11:44: in dem Business. Also man befindet sich im Handel.
00:11:47: Du musst die Weine halt vorher zahlen.
00:11:48: Also wenn wir Weine importieren, ist das auf Vorkasse oder wenn ein Etikett
00:11:52: gedruckt. Wenn wir gezahlt haben und nicht andersrum.
00:11:55: Und wenn du ein Lager einbezahltes Lager hast,
00:11:59: wird es trotzdem bei der Bank nicht angesehen als Ja,
00:12:02: du hast da schon was. Das ist nicht das Kapital, was du nicht hast und da musst du
00:12:05: schon. Das ist schon immer sehr. Das habe ich schon oft.
00:12:08: Also da gibt es Monate, wo ganz viele Weine zweimal im Jahr,
00:12:12: im Herbst und im Frühjahr kommen die Zuteilungen.
00:12:14: Das heißt, wir kriegen Wein von den Weingütern,
00:12:17: die sagen, da wir eure Zuteilung für dieses Jahr,
00:12:19: diese und diese Mengen und das kommt dann immer alles auf einmal. Und dann denkt man
00:12:22: sich so Wow! Mit was für Summen darf man da hantieren?
00:12:25: Und das ist irgendwie angsteinflößend auch.
00:12:27: Aber wenn man das dann immer meistert, ist das schon auch toll.
00:12:31: Ich behaupte, für viele Menschen ist natürlich das Kapital oder Startkapital
00:12:35: natürlich schon ein sehr ausschlaggebender Grund. Gründe? Ich gründe. Ich nicht.
00:12:38: Ja klar.
00:12:40: Wie bist du das angegangen damals?
00:12:42: Auch das mit dem Kapital, das ich vorher schon erwähnt, mit dem Vater
00:12:45: auch über die Firma abgewickelt.
00:12:46: Aber was muss man sich da doch für sich selber so überlegen,
00:12:50: gerade was das Thema Geld betrifft.
00:12:54: Ja, das ist schwierig zu sagen, weil wir haben uns dann ein Lager aufgebaut,
00:12:57: was schon da war und bezahlt war.
00:12:58: Aber Firmengründung kostet halt Geld.
00:13:00: Es gibt aber zum Glück in Österreich tolle neue Gründerservice und Gründerservice.
00:13:06: Ich denke bei der Wirtschaftskammer auch, von denen ich sehr profitiert habe und man
00:13:09: sollte sich unbedingt beraten lassen und darauf zugehen,
00:13:13: weil die unterstützen schon sehr viel und hat vor allem die ersten Monate viel geholfen.
00:13:17: Ich habe mir die ersten, das erste Jahr kein Gehalt ausgezahlt, aber
00:13:21: das erste Gehalt war dann dafür noch besser ist das im Moment.
00:13:25: Du sagst, das ist dein erstes Gehalt, das ist dein eigener Betrieb, weil was zu
00:13:28: gründen.
00:13:29: Mit dem ersten Gehalt, oder?
00:13:31: Ja, sicher auch. Also, dass das Geld.
00:13:33: Das Geld fließt schon wieder ganz gut raus. Also man muss ja Cashback.
00:13:36: Man muss ja dranbleiben. Wie kriegt man.
00:13:38: Wie weiß man was, was man was die Leute gerade trinken sollten oder wollen?
00:13:42: Man muss es halt auch trinken und probieren. Also mehr probieren,
00:13:45: sie trinken.
00:13:45: Aber finanziell gesehen hätte es für mich so einen Punkt gegeben,
00:13:48: wo du gesagt hast Abbruch vorbei, keine Selbstständigkeit mehr.
00:13:52: Oder hast du irgendwann mal dann schon zu weit drinnen?
00:13:54: Mein Glück war wirklich und das möchte ich auch sagen,
00:13:56: dass ich immer gesagt habe, wenn es schief geht,
00:13:59: dann gehe ich halt wieder zurück in die Gastro. Dann bin ich Sommelier und das macht
00:14:02: mir auch irrsinnig viel Spaß. Es war nie das Thema, dass ich gesagt habe Ich möchte, ich
00:14:05: möchte, Ich möchte nur Unternehmer werden, weil ich nimmer Angestellter sein möchte.
00:14:09: Das stimmt gar nicht, sondern es war ein toller Exit Plan,
00:14:12: der sich noch nicht bewahrheitet hat.
00:14:14: Als Unternehmer aber selber. Was sind für dich die größten Benefits und aber auch
00:14:18: gleich die andere Seite kann man gleich dazunehmen. Auch die größten Nachteile oder
00:14:21: Herausforderungen. Würdest du sagen.
00:14:24: Die Benefits sind sicher?
00:14:26: Man spricht ja gern von Selbstständigkeit.
00:14:29: Ich sehe das aber toll. Ich darf meine Arbeit selber einteilen, Ich darf mir Zeit nehmen,
00:14:32: mit euch oder mit dir zu plaudern und ich muss mir einteilen.
00:14:37: Und andererseits ist das ja das größte Luxusgut.
00:14:40: Du kannst dir deine Zeit selber einteilen. Natürlich musst du auch konsequent sein und
00:14:43: ehrgeizig sein und auch arbeiten.
00:14:45: Dann selber müssen wollen, weil sonst wächst,
00:14:47: wächst sie nicht. Ja, das ist beides so Benefit und Negativität
00:14:53: gleichzeitig. Du musst viel dafür machen.
00:14:55: Das läuft. Aber du darfst dir auch was rausnehmen,
00:14:57: weil du kannst es selber einteilen.
00:14:59: Geh mal in den Weinhandel noch rein. Wie ist denn das eigentlich genau? Also wie ist so
00:15:02: ein Alltag eines Weinhändlers?
00:15:04: Also prinzipiell, wenn du sagst, ich bin Weinhändler,
00:15:07: kann sich jeder so ein bisschen was vorstellen. Aber ich glaube, da steckt viel
00:15:10: mehr dahinter, als man sich vielleicht vorstellt.
00:15:12: Es ist nicht nur Wein da haben und Wein verscherbeln es diesmal.
00:15:15: Du musst viel herumreisen. Du bist viel unterwegs, was auch was Tolles ist. Es gibt,
00:15:20: glaube ich, keine Weinregion wirklich, die nicht schön ist. Es fällt mir sicher
00:15:25: gerade einer ein, aber die meisten sind sehr schön. Das kann man sich aussuchen. Man reist
00:15:29: viel herum. Das ist auch schön. Es gibt auch was Gutes zum Essen, was Gutes zum Trinken
00:15:31: gibt. Und dann muss man aber auch sein, dass der Wein dann von A nach B kommt.
00:15:37: Also musst du erst mal importieren. Das ist mal mit Verbrauchssteuern immer verbunden,
00:15:42: mit ganz vielen Anmeldungen, Zoll etc.
00:15:44: selbst innerhalb der EU.
00:15:46: Und dann stehst du vor einer Palette Wein und sagst okay,
00:15:49: dann verkaufe ich das. Denn ich habe das Glück,
00:15:52: dass wir unsere Kunden sehr breit aufgefächert sind,
00:15:55: von Lech am Arlberg über Salzburg bis nach Wien.
00:15:59: Und wir Weine haben, die auch sehr limitiert sind.
00:16:01: Das heißt bei sehr vielen Weinen darf ich rumtelefonieren und sagen Möchtest du was
00:16:06: davon haben, ja oder nein?
00:16:07: Und bei anderen weinen Farben herum und muss erst mal herzeigen und den Leuten zeigen
00:16:11: Schau mal das. Das ist gerade das Neueste aus dem Barolo,
00:16:15: oder Das ist das Neueste aus der Wachau.
00:16:18: Wenn wir über Österreich sprechen wollen und da musst du viel unterwegs sein,
00:16:21: viel mit den Leuten reden, die Leute zeigen, viel erklären. Und dann
00:16:25: muss es halt dann immer noch rechtzeitig ankommen. Die Rechnung muss auch passen. Und
00:16:29: es sind auch viele Herausforderungen. Und vor allem Kontakt mit Weingütern ist wirklich
00:16:35: nicht das Einfachste. Also das kann sich sehr ziehen.
00:16:38: Warum das jetzt als Laie gefragt?
00:16:41: Ja, weil die Franzosen oder auch die Italiener da nicht so genau sein mit Zeiten.
00:16:45: Das ist alles ein bisschen gemütlicher und mit Speditionen.
00:16:49: Das ist. Du darfst keinen Stress sein ich oft haben,
00:16:51: weil die haben auch keinen, also die haben gar keinen Stress.
00:16:54: Und wenn du Stress hast, dann hast du Stress,
00:16:56: aber das ist nicht dein Problem.
00:16:58: Also das Genussprodukt wird dort auch bisschen im Arbeitsalltag dort gelebt.
00:17:02: Ja, ganz klar.
00:17:02: Stress.
00:17:03: Ja, absolut. Und das sind halt Weinbauern.
00:17:05: Muss ich auch sagen. Ich vertrete Weinbauern mit die besten,
00:17:09: die es gibt im europäischen Wein nach Österreich.
00:17:13: Der ist der, der ist gerne im Weingarten, der ist gerne im Weinkeller,
00:17:16: der versucht das Bestmöglichste, also die besten Weine produziert oder für
00:17:20: sich den bestmöglichsten Wein.
00:17:21: Und ich bin, ich bin ja für den Verkauf zuständig.
00:17:24: Also ich bin seine Visitenkarte. Ich bin die Visitenkarte des Weinguts.
00:17:28: Immer. Und wenn man das Weingut Christmann spricht in Deutschland oder Ostdeutschland,
00:17:31: um ein Beispiel zu nennen, dann assoziiert man das mit mir in
00:17:34: Österreich. Und das ist dann meine Arbeit, einfach die Visitenkarte zu sein.
00:17:38: Und für das haben Sie ja Händler, die Weinbauern,
00:17:41: und dann haben die auch keinen Stress. Verstehe ich auch. Der Wille ist im
00:17:43: Weingarten, da ist kein Stress mit dem Klima.
00:17:46: Was wir jetzt haben, sind einfach die Herausforderungen viel größer und da muss man
00:17:48: einfach viel mehr im Garten sein, um diesen Kampf zu gewinnen.
00:17:51: Da muss er sozusagen seinen Job machen.
00:17:54: Genau das machen sie hervorragend.
00:17:56: Meine Winzer. Winzer.
00:17:58: Was ist für dich der größte Unterschied zum Beginn und zur Jetztzeit,
00:18:04: Also zur Gründung? Und jetzt Genau, was diesen Vertrieb betrifft.
00:18:07: Diese Visitenkarte, die du jetzt hast.
00:18:10: Also, wie baut man sich auch diese Visitenkarte auf?
00:18:12: Weil ich denke, am Anfang ist es sehr schwer,
00:18:14: dass du sagst Ich bin genau deine Person, die das für dich macht.
00:18:18: Ja, das ist sehr schwer, weil auf diese Weingüter,
00:18:22: die sind auch besetzt.
00:18:23: Sagen wir so, das sind schon bei Händlern gewesen oder waren überhaupt noch nicht
00:18:26: entdeckt. Das ist ganz divers und wir reden immer von erstmal von schwierigen Zeiten.
00:18:32: Es wird ja gesprochen darüber, dass weniger Wein getrunken wird. Ich weiß.
00:18:35: Und man sieht es aber auch in Zahlen, dass ihm immer besserer Wein getrunken wird.
00:18:39: Also in den Weinen, die in der Wertigkeit. Da wird immer Wachstum und Steigerung und das
00:18:47: Ganze kriegt dann mehr Drive. Also ich finde vor allem,
00:18:49: weil du fragst, was war am Anfang, wie es jetzt es hat alles viel mehr Drive.
00:18:53: Also es ist alles. Man braucht viel Geduld mit dem Job, also überhaupt keine Geduld. Ich
00:18:56: bin sehr ungeduldig, aber für das läuft es trotzdem sehr gut.
00:18:59: Und dann kommt man da rein und dann entstehen da machen sich andere Türen auf.
00:19:03: Es ist dann so eine Kettenreaktion, Wenn du gut arbeitest, dann wird darüber
00:19:06: gesprochen. Die Bubble ist sehr emotional und klein,
00:19:09: und wenn du gut arbeitest, kannst du relativ schnell dir auch einen
00:19:13: Namen machen und das spricht sich rum.
00:19:15: Ist da auch vielleicht Salzburg ganz gut für dich? Weil ist ja nicht unbedingt, würde ich
00:19:18: jetzt behaupten. Die Weingegend. Also wenn ich jetzt höre, du bist aus Salzburg, jetzt
00:19:22: nicht unbedingt nach Salzburg Wein.
00:19:25: Ja, vielleicht bin ich dadurch ein bisschen unbefangener, weil vielleicht, wenn ich aus
00:19:28: der Wachau wäre, würde ich ja automatisch predigen, dass die Wachau das Größte ist, was
00:19:33: man an Wein trinken kann. Oder wo man sagen kann Salzburg bietet sich verdammt gut an für
00:19:37: das Unternehmen. Wenn du im Handel bist, weil du einfach sehr gut liegst.
00:19:41: Salzburg liegt fantastisch. Du bist schnell im Westen, im Osten.
00:19:43: Wir haben. Wir sind schnell im Süden von Salzburg aus.
00:19:46: Und du bist auch schnell im Norden ins nächste Ballungszentrum München und Bayern.
00:19:50: Und es liegt sehr, sehr gut dort.
00:19:51: Außerdem ist das schöne Stadt.
00:19:53: Bist du dann immer mit Referenzen hingegangen?
00:19:55: Also ist das was, was dir total hilft, wenn man sozusagen neue Kunden gewinnen
00:19:58: möchte, gerade in der Anfangsphase? Unternehmer ist.
00:20:00: Es gibt so Leuchttürme in deinem Sortiment, die man hat, wo man dann einfach auch zu
00:20:04: anderen Weingütern geht, um diese für sich zu gewinnen oder auch
00:20:07: Gastronomen für sich zu gewinnen. Also der hat von mir noch nie was gehört,
00:20:11: aber möchte den Wein auch nicht haben. Und dann kommst du mit diesem Wein in dieses
00:20:15: Unternehmen rein und darfst vielleicht noch zwei, drei andere Weine auch mitbringen und
00:20:20: dem Restaurant, dem Hotel den Betrieb weiterempfehlen.
00:20:24: Wie wichtig ist auch bei dem Ganzen, das sich richtig rentiert?
00:20:27: Also no na ned, natürlich, aber wie willst du danach aus?
00:20:31: Ist das dann schon auch schwierig, dass man sagt geht sich aus.
00:20:34: Für mich zwar gut dabei, aber eigentlich schwierig.
00:20:37: Glaube ich nicht. Kriege ich nicht. Dann bleibe ich dann oben sitzen. Mache ich nicht.
00:20:40: Man nimmt nicht jedes Weingut blind, man sucht sich das schon so aus und muss auch
00:20:44: dann auch den Markt dafür sehen.
00:20:46: Auch am Anfang oder.
00:20:48: Ganz.
00:20:48: Am Anfang. Nervös noch und sagt Ich nehme das jetzt lieber, bevor ich vielleicht nichts
00:20:51: Besseres bekomme, oder?
00:20:53: Nein, nein, Das war kompromisslos. Immer nur für Qualität. Also,
00:20:56: es war nie so, dass ich sage, ich nehme das jetzt, weil ich sonst nichts
00:20:59: anderes kriege. Es war ganz klar immer, das nehmen wir,
00:21:02: weil ich bin davon komplett überzeugt und hatte einfach das Glück,
00:21:05: mit tollen Weingütern gleich von Anfang an zu arbeiten. Und ja,
00:21:09: und das und das Rundherum dann zu bauen.
00:21:11: Aber Qualität geht ganz klar voran.
00:21:13: Ich kann keinen Blödsinn verkaufen.
00:21:15: Will ich auch gar nicht. Habe ich als Sommelier oder Restaurantfachmann nie gemacht
00:21:21: und macht als Händler auch nicht.
00:21:23: Ich stehe hinter dem Produkt oder ich lasse es.
00:21:25: Das führt aber auch, glaube ich, dann zum Erfolg.
00:21:27: Ist es auch, was du vielleicht anderen Gründerinnen und Gründern empfehlen würdest.
00:21:30: Jetzt, auch wenn die jetzt nicht in mein Handeln aktiv sind, zu sagen Steh zu deinem
00:21:34: Produkt, zu dem, was du dir vorgenommen hast und weiche nicht ab.
00:21:38: Immer. Es ist immer. Du musst, Du musst einfach klar dahinter stehen. Es
00:21:41: muss einfach passen. Die Qualität muss passen. Wenn die Qualität passt, wird das
00:21:44: auch mittelfristig bis langfristig immer gewinnen. Davon bin ich überzeugt.
00:21:48: Wenn du eine tolle Qualität willst, dann wirst du immer aufgehen.
00:21:51: Aber du musst eine gute Idee haben und eine gute Umsetzung.
00:21:54: Weil, nur weil es dir ein paar schöne Ideen aus.
00:21:57: Es muss wirtschaftlich sein und das muss halt immer im Auge behalten,
00:22:00: aber die Qualität muss passen. Das erste ist die Qualität und dann kommt das
00:22:02: Wirtschaftliche. Aber wenn du die Qualität nicht passt,
00:22:05: dann ist es wurscht, ob du wirtschaftlich arbeitest. Dann wirst du auf mittelfristige
00:22:08: Sicht nicht Erfolg haben.
00:22:09: Wenn du deinen Prozess jetzt noch mal ein bisschen reflektierst, gibt es auch etwas,
00:22:12: was du anders machen würdest.
00:22:14: Wo du gesagt hast, da du aus meiner Sicht die Qualität nicht so gestimmt hat,
00:22:18: ist jetzt gar nicht vom Produkt. Vielleicht.
00:22:19: Oder es ist witzig, man trennt sich ja auch von Weingütern.
00:22:23: Also es ist auch passiert. Es ist dann nicht so ganz persönlich. Also wahrscheinlich hat
00:22:27: man das am Anfang, wenn man was gründet oder ein Restaurant macht. Wenn man sich von einem
00:22:30: Mitarbeiter trennt, muss es auch so persönlich sein.
00:22:32: Aber wenn man sich von einem Weingut trennt, dann ist so eine Trennung, obwohl man muss
00:22:35: halt einfach auch wirtschaftlich denken und sagen Hey, das ist jetzt gebundenes Kapital
00:22:39: trennen, das bleibt liegen, So können wir nicht weiterarbeiten.
00:22:44: Das muss man einfach das Persönliche, das Emotionale wegstecken und eher das
00:22:48: Sachliche nehmen.
00:22:49: Ist das lernen müssten oder.
00:22:51: Muss ich immer noch lernen, Muss ich immer noch lernen. Das geht nicht
00:22:53: von heute auf morgen, glaube ich. Also bei mir geht es sicher nicht
00:22:55: so und da haben wir auch zu kämpfen, weil du denkst,
00:22:58: du willst dem anderen ja nichts schlechtes und du musst am Ende des Tages,
00:23:01: wenn es deinem Unternehmen nicht gut geht, dann geht es denen auch nicht gut auf Dauer.
00:23:05: Und du musst da Entscheidungen treffen, die auch auf Zahlen beruhen.
00:23:09: Obwohl die Branche sehr emotional ist. Also Wein ist ein emotionales Thema. Was macht
00:23:13: Wein? Ist Wein trinkt man ja nicht unbedingt. Nur dass man sich berauscht oder Die Weine,
00:23:16: die ich verkaufe, trinkt man nicht, nur damit man sich berauscht.
00:23:19: Weil das kann man ja beim Sparen nebenan mit einem Wein auch machen,
00:23:22: sondern man will Emotionen wecken.
00:23:24: Und das schafft Wein.
00:23:26: Welche Emotion hat für dich Unternehmertum geweckt?
00:23:32: Ja, stolz. Auch ein bisschen herausfordernd, Aber Stolz?
00:23:36: Ja. Stolz. Stolz. Sehr viel Stolz.
00:23:39: Ja. Wie ich anfangs gesagt habe, schon.
00:23:41: Wenn du Leute begeistern kannst und sowas mitziehen kannst, für etwas einzustehen und
00:23:45: dann mit denen das zusammen zu machen, ist das schon toll. Wenn es Mitarbeiter hast,
00:23:48: die mitziehen, das ist schon toll. Die erste Weihnachtsfeier war super da sitzt Leute da,
00:23:52: die an das auch glauben und die dann darfst du die darfst du auch den Unterhalt zahlen.
00:23:58: Ist schon super. Und gemeinsam ist es ja viel schöner.
00:24:00: Menschen jetzt den Weg zur Gründung vor sich haben.
00:24:05: Jetzt möchte ich noch einen Tipp von dir haben Was würdest du denen jetzt sagen?
00:24:09: Hier geht es nicht raus und glaubt ihr seid jetzt reich und es geht sich alles aus.
00:24:14: Es ist ganz wichtig das Umsatz niemals Gewinn ist.
00:24:18: Das ist ein ganz wichtiger Tipp und einfach einer gesunden Basis organisch wachsen,
00:24:23: wirklich organisch wachsen, einer gesunden Basis und immer im Hinterkopf
00:24:27: haben, dass auch mal schlechter laufen kann und für das auch immer Reserven sichern
00:24:32: helfen versuchen.
00:24:33: Die hat sicher jemand schon mal gefragt? Ja. Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame
00:24:36: Insel mitnehmen? Ich frage dich jetzt Welche drei Dinge würdest du zur Gründung mitnehmen?
00:24:40: Was braucht man?
00:24:42: Einen klaren Plan. Einen klaren Plan für Qualität und warum man das macht.
00:24:47: Ein Markt dafür sieht ja und unbedingt eine gesunde Basis.
00:24:52: Also wenn ich den Weinhandel jetzt einfach so gegründet hätte,
00:24:55: dass wüsste ich nicht, wie das funktioniert hätte.
00:24:58: Es ist einfach, wenn man gut gearbeitet haben, weil man sich einfach auf die kleinen
00:25:01: Sachen schaut, wo man sich einsparen kann. Wenn man,
00:25:03: ja, wenn man sich eigene Kartons mitnimmt und schaut,
00:25:07: dass man das alles hinkriegt und doch nicht das teuerste Lager sich gleich zulegt,
00:25:10: sondern vielleicht einmal ein kleineres und preiswerteres. Ja,
00:25:14: Zahlen. Wirklich gesundes Wachstum ist das, was ich immer mitnehmen würde und froh
00:25:18: darüber bin, dass ich nicht die Welt gleich zerreißen zerrissen habe,
00:25:21: weil dann hätte es mich wahrscheinlich zerrissen.
00:25:23: Besser klein beginnen und groß enden als umgekehrt.
00:25:25: Unbedingt, unbedingt, unbedingt! Also Garagen,
00:25:28: Garagen, Unternehmen anfangen und dann schauen,
00:25:30: wo die Reise hingeht und nicht aufhören.
00:25:34: Perfekt Max, dann wünsche ich dir noch viel Erfolg für deine Reise, die noch kommen mag.
00:25:37: Und vor allem herzlichen Dank, dass Du zu uns gekommen bist.
00:25:40: Danke vielmals für die Einladung und ich hoffe, ich konnte dir was mitgeben.
00:25:43: Auf jeden Fall. Danke dir. Ciao.
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